Bauknecht stellt die Produktion ein

Seit gestern Nachmittag weiß es ganz offiziell auch die Belegschaft: Die Produktion von „weißer Ware“ im Bauknecht-Werk Schorndorf läuft in diesem Jahr aus. Damit geht, wie Oberbürgermeister Matthias Klopfer gestern im Rahmen einer Pressekonferenz mit Bedauern feststellte, „ein Stück Tradition zu Ende“.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht, die dem Oberbürgermeister einen großen Stein vom Herzen hat plumpsen lassen: In den frei werdenden Produktionsstätten werden künftig von einem Schweizer Unternehmen Solarzellen produziert, und ein Großteil der bislang bei Bauknecht beschäftigten rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Chance, sich umschulen und in der neuen Firma anstellen zu lassen. Erhalten am Standort Schorndorf bleibt das Bauknechtbeziehungsweise Whirlpool-Entwicklungszentrum. Dass Bauknecht selber einen Partner für eine strategische Neuausrichtung gesucht und gefunden und damit auch seinen eigenen Standort zumindest bis zum Auslaufen des Mietvertrags im Jahr 2015 gesichert habe, biete vielen von der Einstellung der Produktion betroffenen Familien eine Zukunftsperspektive, betonte Klopfer und lobte vor allem Werkleiter Kurt Schweigmann, der sich in exzellenter Weise für die Mitarbeiter eingesetzt habe. Nicht von der Einstellung der Produktion betroffen ist das Logistikzentrum auf dem Schatz-Areal, bei dem es sich um ein Vertriebslager für Deutschland und Österreich handelt.

 

Quelle: Schorndorfer Nachrichten vom17.01.2012

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